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Vermeidung stressbedingter Symptome und Burnout-Prävention – jeder sollte dabei sein!

von  Dr. Kathrin von Hardenberg & Dr. Cristina Barth Frazzetta

Im Herbst 2014 hat die Barmer GEK ihren aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunktthema „Psychische Gesundheit im Erwerbsleben: 30 – 6 – 1“ veröffentlicht.

„30 – 6 – 1“  bedeutet, dass bei ca. 30 % der Erwerbstätigen in einem Jahr mindestens eine Diagnose im Sinne einer psychischen Störung gestellt wurde! 6 % der Erwerbstätigen waren aufgrund einer psychischen Störung arbeitsunfähig gemeldet und 1% der wurde deshalb sogar stationär behandelt.

Die psychischen Störungen stehen damit jetzt als Auslöser von Fehlzeiten auf Platz 2!

Zitat Presseportal der Barmer GEK:

Von Arbeitgebern unterschätzt:

Wenn die Betroffenen mit psychischen Erkrankungen krankgeschrieben werden, dann fallen sie durchschnittlich für 52 Tage aus, bei Depressionen sogar mehr als 70 Tage. Psychische Erkrankungen sind für fast 20 Prozent der bundesweiten Fehltage verantwortlich.“

Als Coaches und Ärztinnnen für Psychosomatische + Psychotherapeutische Medizin überrascht uns das Ergebnis nicht. Es unterstreicht aus unserer Sicht die Bedeutung einer effektiven Gesundheitsvorsorge, die gezielt stressinduzierte psychische und körperliche Symptome verhindert.

Unsere Lebenswelten sind komplex, die Anforderungen im Berufsleben (und nicht nur dort) sind hoch – vielleicht ist es für uns alle an der Zeit, über sinnvolle Veränderungen nachzudenken.

Wo beginnt Prävention idealerweise? Wenn ich erste Anzeichen von Überlastung bei mir wahrnehme? Wenn ich Demotivation und Sinnlosigkeit empfinde oder gar befürchte, ein Burnoutsyndrom zu entwickeln?  Ja, allerspätestens dann!

Viel häufiger und vor allem früher nimmt dies allerdings die Umgebung wahr und hier sehen wir die größte Möglichkeit der rechtzeitigen Einflussnahme.

Wenn wir als Coaches die Warnsignale erkennen, können wir unsere Klienten dabei unterstützen, sich selbst wahrzunehmen, ihre Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen und auszudrücken.

Natürlich plädieren wir weder für Egoismus, noch glauben wir, dass wir alle Schicksalsschläge und Erkrankungen verhindern können. Aber wir wissen, dass wir gerade unsere psychische Verfassung und stressbedingte Symptome positiv beeinflussen können. Viele schwerere Erkrankungen, die oft auf der totalen Erschöpfung aller Abwehrsysteme basieren, können dadurch verhindert werden.

Denn unabhängig von Alter und Position gilt: Eine gute Selbstwahrnehmung ist die Basis einer guten Selbstfürsorge, für die wir als Erwachsene die Selbstverantwortung haben: Wir selbst sind verantwortlich dafür, wie wir unser Leben gestalten.

Passend zu der vom Barmer GEK Gesundheitsbericht belegten Entwicklung   begegnen wir als Coaches zur Zeit immer häufiger der Frage, wie es bei unserem Klienten um den Dreiklang: „Selbstwahrnehmung, Selbstfürsorge und Selbstverantwortung“ bestellt ist. Die Vertrauensbasis, die wir mit ihm haben, ermöglicht es uns, gemeinsam mit ihm seine Verhaltensmuster zu hinterfragen und seine Selbstfürsorglichkeit zu stärken.

Der Coach kann in dieser „Grauzone“ zwischen Gesundheit /Leistungsfähigkeit und Krankheit /Bedürftigkeit also nachhaltige Unterstützung leisten, allerdings nur wenn er selbst seine Kompetenzen dahingehend erweitert hat.

Unser von Ärzten durchgeführter Lehrgang zum Präventions-Coach bietet das dafür notwendige Wissen, praktische Werkzeuge und Anwendungserfahrung.

https://presse.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Presseportal/Subportal/Laender/Einstieg-Sachsen/Pressemitteilungen-Archiv/Archiv-2014/141014-Gesundheitsreport-Sachsen/PM-Gesundheitsreport-2014-Sachsen.html

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